Selbstmord aus Angst vor dem Tode

Gab’s noch irgendeinen Zweifel über den Ausgang des SPD-Mitgliedervotums? Nee, selbstverständlich nicht, denn wer jetzt noch Mitglied der SPD ist, ist entweder 1. brunzdoof, 2. Abgeordneter oder 3. Parteifunktonär und Seeheimer, wobei Punkt1 mit ziemlicher Sicherheit auch für 2 und 3 zutrifft.

 

Ich wiederhole mich nicht gerne, aber wenn ich mir meinen Blogbeitrag vom 23.11.2013 auf dem demnächst schließenden Twoday-Blog anschaue, so brauche ich kein Wort zurückzunehmen – und dass ist erschreckend! Ich schrieb vor mehr als 4 Jahren:

 

Wie schön…

Nah-Dob
…dass sich hier zwei gefunden haben, die es im Leben sicher nicht leicht haben. Beide von wenig anziehendem Äußeren und nur mit beeindruckend mäßigem Verstand ausgestattet, bestätigen sie wieder einmal die alte Volksweisheit, dass jeder Topf seinen Deckel findet. Wir gönnen den beiden ihr privates Glück von ganzem Herzen, aber – die beiden als zukünftige Minister? Nein, diese Vorstellung ist dann doch zu bizarr.

mer-gab

Sicher, auch deren Vorgesetzte sind vom Schicksal vergleichbar geschlagen und so gesehen ist die Berufung von noch simpler gestrickten Figuren in hohe Staatsämter von gewisser Logik. Trübe Funzeln wirken halt im Dunkel geistigen Vakuums wie große Leuchten. Aber müssen wir uns aus lauter Mitgefühl für diese ziemlich trostlosen Existenzen mit deren Wunsch nach inniger Verbindung anfreunden, zumal zumindest der SPD-Parteibasis ein Vetorecht eingeräumt wurde?

Nein, auf keinen Fall, weil erkennbar faule Kompromisse selbst für eine zeitlich begrenzte Beziehung kein tragfähiges Fundament sind. Natürlich werden die SPD-Mitglieder in den nächsten Tagen von den Mainstream-Medien weichgeklopft. Es wird an übergeordnete staatspolitische Verantwortung appelliert werden, vor der parteipolitische Interessen zurückgestellt werden müssen. Selbst fundamentale Beschädigung demokratischer Spielregeln ist jetzt bedeutungslos. Wer, bitte, braucht schon eine richtige Opposition, wenn 85% der Volksvertreter einer Meinung sind?

Liebe SPD-Mitglieder, eure Partei ist seit Schröders Basta-Politk das Letzte. Wenn ihr jetzt für die GroKo stimmt, geht’s noch eine Stufe tiefer. Wenn ihr den Bankrott noch verhindern wollt, dann gibt’s nur eins: NEIN zur GroKo!

 

Jetzt haben die Mitglieder es wieder getan, jetzt, nachdem alles noch um ein vielfaches schlimmer geworden ist. Man fasst sich nur noch an den Kopf. Die o.a. Frau Nahles als Hoffnungsträger der Partei? War der Schulz schon ein vorausehbarer Schuß ins Knie, so wird die erkennbar strohdoofe Nahles als endgültiger Sargnagel der SPD-Parteigeschichte in die Historie eingehen. Na und? Die SPD schafft sich selbst ab – who cares?

 

Während ich über die SPD so vor mich hin lamentiere, frage ich mich gleichzeitig, ob’s bei den anderen Parteien besser aussieht. Nee, nicht wirklich. Zwar wird durch die Medien fortwährend ein zweckoptimistisches Bild der deutschen Wirklichkeit verbreitet, aber die Probleme sind ja für den einigermassen Interessierten an allen Ecken und Enden zu erkennen. Die Sozialsysteme knirschen, der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt, ähnlich wie die Infrastruktur. Lüge und Hetze in den Medien zum Feindbildaufbau und zur Rechtfertigung von Kriegseinsätzen – ja, muss man sich da noch wundern, dass es nun doch wieder eine eine wachsende Opposition gibt, unappettitlich zwar, aber stetig wachsend. Ich seh’s von aussen, tief aus dem warmen Süden., aber mich fröstelt.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s