Wie man in den Wald hineinruft…

…so schallt’s zurück. Und wenn jemand meint, seine völlig faktenbefreite, hetzerische Putin-Beschreibung der Öffentlichkeit mitteilen zu müssen,  – ja, dann finde ich es auch völlig in Ordnung meine herabwürdigende, beleidigende E-Mail an diesen Armleuchter ins Netz zustellen. Also los:

Sehr geehrter Herr Hacke,

es gab Zeiten, da habe ich noch nicht an Ihrem Verstand gezweifelt, oder, um es weniger beleidigend zu formulieren, an Ihrer journalistischen Urteilsfähigkeit. Da hielt ich Sie für einen intelligenten, witzigen und vor allem unabhängigen Journalisten meiner einstmals geliebten SZ und ich beschrieb Sie wie folgt:

Axel Hacke

„…und druck mir den Hacke aus!“ so befiehlt mir Frau Blackconti seit Jahren jeden Freitagabend und ich komme dem immer gerne nach. Den Hacke braucht sie Samstagmorgens beim Frühstück wie’s Müsli und den Kaffee. Dies Ritual lebt auch hier in Südafrika fort.
Gemeint ist die wöchentliche Kolumne von Axel Hacke im SZ-Magazin, der Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung.
Axel Hacke, Journalist bei der SZ, beschreibt hier seit Jahren alltägliche Situationen aus dem privaten Umfeld, meistens witzig oder bis zum Absurden karikiert.
Über die Jahre meint man seine Ehefrau Paola ziemlich genau zu kennen und durfte und darf am Aufwachsen seines Sohnes Louis vom Baby bis zum mittlerweile ziemlich verzogenen Bürschchen teilhaben.
Insgesamt eine empfehlenswerte Lektüre, elegant geschrieben und voller Verständnis für die genau beobachteten menschlichen Schwächen. Das Axel Hacke nächtens mit Bosch, seinen alten Kühlschrank und Freund, über das Leben an sich philosophiert, sei hier nur noch am Rande vermerkt.
Wer’s noch nicht kennt – hier anklicken
, dann rechts von „das Heft“ auf Axel Hacke usw. Um ins Archiv zu gelangen muss man sich registrieren lassen – kostet aber nix.

 

Leider änderte sich der Tenor der SZ und diesem verhetzenden Meinungsbild (Westen gut – Russland bzw. Putin böse) folgten Sie wie ein Pudel an der Leine. 2015 brachten Sie uns in Ihrer SZ-Magazin-Kolumne Ihre Sichtweise, bzw. die der Blattlinie der SZ bezüglich Putin eindruckvoll nahe. 2016 wurde bei Ihnen aus Putin dann noch ein Schulhofschläger und da wurde mir dann endgültig bestätigt, dass bei Ihnen entweder eine Schraube locker ist, oder Sie eine solche Angst um Ihren beschissenen Job bei diesem Hetzblatt haben, dass Sie folgsam wie ein Hündchen den Redaktionsvorgaben folgen. Nun gut, da mich nun meine damalige Beschreibung reute, habe ich mich nochmal mit Ihnen befasst:

„Schuster, bleib bei deinem Leisten!“…

…möchte man raten, wenn ein SZ-Kolumnist, der über Jahre wöchentlich über „Das Beste aus meinem Leben!“ oder „Das Beste aus aller Welt!“ mehr oder weniger humorvolle, manchmal ins Absurde spielende Gedanken veröffentlicht, plötzlich politisch wird. Nun wissen wir ja seit geraumer Zeit, dass der russische Präsident Putin ein ganz schlimmer Finger ist, charakterlich und überhaupt. Lügen, betrügen, unterdrücken, erwürgen – gibt’s noch mehr schlimme Worte mit „ü“? ach ja – und andere Länder überfallen sind sein Lebenszweck. Das genau erklärt uns unser SZ-Kolumnist noch einmal auf seine unnachahmlich humorige Art und Weise.

Vielleicht gab es aber auch so etwa vor 2 Jahren eine SZ-Redaktions-Direktive, dass jeder schreibende Mitarbeiter seinen Beitrag zur Aufklärung über den bösen Putin leisten solle/müsse?. Jedenfalls veröffentlichte besagter Humor-Kolumnist seine erste Putin-Kolumne, die uns das verlogene Charakterschwein Putin so einfühlsam wie’s sonst nur die Bildzeitung vermag, nahebrachte.

Höchstwahrscheinlich nicht nahe genug, denn irgendwie gibt es immer noch viel zu viele „Putinversteher“ und jetzt hat unser Kühlschrank-Kolumnist und Küchenpsychologe noch einmal nachgelegt, hat uns, auf jede kritische Reflexion verzichtend und kein Klischee auslassend, den bitterbösen Putin als Schulhofschläger vorgestellt.

Ich sag jetzt weiter nix mehr dazu. Wer die Links anklickt kann sich selber ein Bild machen. Wenn ich diese völlig gedankenbefreiten Hacke-Absonderungen lese, komme ich nicht umhin anzunehmen, dass Hacke höchstpersönlich statt „..der weiße Nebel wunderbar!“, „..der weiße Neger Wumbaba!“ verstanden hat.

Dann hätte ich da noch eine Anregung für Hackes nächste hochpolitische Putin –Analyse-Kolumne. Hier z.B. ist sie schon halbwegs ausgearbeitet und entspricht doch geradezu punktgenau Axel Hackes Hang zum Absurden und untermauert seine Putin-Analysen aufs Trefflichste. Nee, nix zu danken Herr Hacke, gern geschehen!

 

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Heute fand ich wieder so eine Superanalyse von Ihnen:

„Als neulich der russische Präsident den Mann, dem er durch Wahlbeeinflussung ins Amt des US-Präsidenten verholfen hat, der Weltpresse vorführte,…“

Ist nur eine Satz, aber in diesem ist der gesamte bösartig-hetzerische Unsinn der SZ-Sicht zusammengefasst – und Sie faseln so was einfach nach. Nein, so dämlich kann niemand sein. Das müssen Sie so schreiben, stimmt’s? Ach, Sie tun mir wirklich leid.

Hochachtungsvoll

Hans Beilhartz

 

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Der nächste Versuch

Nun hat das ja wohl mit dem Scripal-Theater und der Douma-„Giftgas“-Inzenierung doch nicht so richtig funktioniert. Irgendwie konnten diese, jeglicher Logik hohnsprechenden „glasklaren Indizien und Vermutungen“ die Menschen nicht von der Notwendigkeit eines verbrecherischen, völkerrechtswidigen Bombenangriffs überzeugen. Die Menschen wollen keinen Krieg. Dass das ein paar völlig durchgeknallten BILD- und FOCUS-Redakteuren und ein paar rülpsenden Stammtisch-Strategen nicht gefällt, ist verständlich, aber diese Kreaturen als Menschen zu sehen , bedarf ja auch einer gewissen Überwindung. Letztlich aber kann man solche asozialen Armleuchter und ihr Gegeifer leicht ignorieren.

Das allerdings geht mit dem neuen US-Aussenminister Pompeo nicht mehr, denn kaum hat das oben skizzierte Scenario nicht so richtig gezündet, startet sofort ein neuer Versuch. Pompeo ist kaum in Israel angekommen, schon schlagen wieder Raketen in Syrien ein. Diesmal waren syrische Militärbasen das Ziel und es gab, so wird berichtet mindestens 26 Tote, vornehmlich Iraner. Das ist nun wirklich gefährlich, da ja der Iran der eigentliche und erklärte Feind der USA und Israels ist. Die Raketen wurden „vermutlich“, und davon darf man wohl ausgehen, von Israel abgeschossen, natürlich wiederum völkerrechtswidrig und, auch das darf man voraussetzen, mit Zustimmung der USA. Der Krieg gegen den Iran ist wohl beschlossenen Sache.

Was mich nun wirklich betroffen macht, ist die Art und Weise, wie dieser hochgefährliche, verbrecherische Luftangriff durch die Tagesschau vermeldet wird. Empörung – wieso? Wenn Israel Syrien angreift scheint das sowas von normal. Ist ja Israel und deshalb, deutsche Staatsräson!, nicht zu kritisieren, welch verbrecherische Schweinerei auch immer die begehen. Wenn sich zwei ausgewiesene Kriegshetzer, Netanjahu und Pompeo abknutschen und anschließend sofort Menschen umgebracht werden, ist das der Tageschau, die doch sonst so gerne „einordnet“, wie verbrecherisch der „Schlächter“ Assad sein Volk umbringt, oder wie böse Putin ist, nur eine lapidare Meldung wert. Dass die Israelis unbewaffnete Palestinenser am Grenzzaun auf palestinensischen Territorium im Dutzend eiskalt abknallen – auch da wartet man auf die entsprechende Empörung der ÖR-Medien und natürlich auch der Regierung vergebens. Es muss ja nicht gleich die hysterisch-schnappatmige wie bei Scripal oder Douma sein, aber zumindest ein Hinweis auf die Völkerrechtswidrigkeit wäre wohl angemessen. Ehrlich, langsam wird mir angesichts dieser heuchlerischen und verlogenen Bagage kotzübel.

ARD Syrien am 30.4.18, 12.30

Zum Glück gibt’s in Israel auch vernünftige Menschen. Gideon Levy von der Zeitung „Haaretz“ ist so einer. Hier sein bemerkenswerter Vortrag auf der US-Israel-Relations and Middle-East-Policy Conference in Washington am 2.3.2018. (leider nur englisch, aber sehr gut verständlich.)

Nur eine Frage

Wenn man, bei aller gebotenen Skepsis, dem von den Medien gezeichneten Bild glaubt, so scheint der amerikanische Präsident Donald Trump wirklich so ein Prototyp des hässlichen Amerikaners zu sein. Damit meine ich jetzt nicht seine optisch wenig anziehende Erscheinung und sein doofes Toupet (?), seine schmierenkommödiatische Selbstdarstellung als arrogant-brutaler Rüpel und Egomane. Das sieht alles Scheiße aus, ist aber letztlich unpolitisch und harmlos. Nicht harmlos ist allerdings sein Rummgelalle auf Twitter! Wenn er nun auf so einer asozialen Plattform völkerrechtswidrige militärische Angriffe ankündigt, so hört der Spass auf. Schließlich ist Trump Politiker, der formal mächtigste der Welt, und da ist so ein pubertäres, zynisches Schulhofschlägergebaren nicht mehr zu akzeptieren. Gibt es jetzt eine klare Distanzierung der USA-Verbündeten, aus Deutschland gar? Natürlich nicht, nicht mal an der kindischen Ausdrucksweise Trumps stört man sich. „Nice and smart“ sind seine Bomben und „animal Assad“ ist ein Tier. Nun gut, Trump ist halt eine rektale Körperöffnung, aber muss man dann als Bundesregierung gleich eine Fregatte zur Begleitung eines Ami-Flugzeugträgers Richtung östliches Mittelmeer mitschicken? Muss man sich das, jeglichen Intellekt beleidigende, Gefasel der Regierung zu den absurdesten Putin-böse –Nervengift-Giftgas-Beschuldigungen wirklich anhören? Muß man nun, ich fass es nicht, Zivilisten, Hausfrauen gar, im Schnellkurs zu Soldaten, d.h. Reservisten (light!) ausbilden? Wollt ihr den totalen Krieg? Sind jetzt alle verrückt geworden?

ARD/ZDF – Hetze kompakt!

Man hat sich ja mittlerweile daran gewöhnt, dass in den Mainsteam-Medien die Devise gilt: „Über Russland nur Negatives!“ Das weiß man und hört oder schaut kaum noch hin. Nun hat sich mal jemand die Mühe gemacht die Berichterstattung von ZDF und ARD über Russland am Sonntag , dem 18.3, also dem Tag der Präsidentschaftswahl in Russland, durch eine Sammlung der wörtlichen Zitate aus den Korrespondenten- berichten und Kommentaren zum Thema zu verdichten. Als Konzentrat wird die ganze verheuchelte Bosheit und Hetze dieser Art „Nachrichten“ so richtig deutlich und weil einem davon so herrlich übel wird sollen andere auch was davon haben. Also, los geht’s:

„Putin erzeugt Sorgen im Rest der Welt“
“Putin ist Schuld am neuen Kalten Krieg“
“Putin ließ keine Wahl zu, wie sie in einer Demokratie üblich sein sollte“
“Putin länger an der Macht als Leonid Breschnew“
“Ein ganze Generation kennt nur Putin“
“Der bescheidene Putin mit 77m² Wohnung soll ein Milliardenvermögen haben“
“Putinbefürworter äußern sich freimütig“
“Putingegner sind sehr vorsichtig“
“Putingegner warten auf Veränderungen“
“Putingegner finden ihr Land schön und wollen es für den Rest der Welt öffnen“
“Putin ist nicht stark verwurzelt in dem Riesenreich, denn die Wahlbeteiligung war nicht wie erhofft“
“Putin ließ bei der letzten Wahl von seinen Leuten stapelweise die Stimmzettel in die Urnen   stopfen“
“Unabhängige“ Wahlbeobachter bestätigen das wieder sehr dreist vorgegangen wurde und stapelweise Zettel in die Urnen gestopft wurden“
“Nawalny ist ein hochpopulärer Oppositionspolitiker“
“Das Gerichtsurteil gegen Nawalny war hochumstritten“
“In diesem System kann keiner gewinnen außer Putin“
“Universitäten und Arbeitgeber haben Druck ausgeübt zur Wahl zu gehen“
“Es werden Beweisfotos vom Einwerfen des Stimmzettels geschossen“
“Die gleichgültigen Russen werden mit kostenlosen Blutuntersuchungen, Würstchen und Unterwäsche in die Wahllokale gelockt“
“Fertig ausgefüllte Wahlunterlagen werden stapelweise in die Urnen gestopft – direkt gefilmt von Überwachungskameras“
“Wahlhelfer schieben gleich noch ein paar Bögen hinterher, unter den Augen eines Polizisten“
“Überall in Russland gibt es den Willen nach Veränderung“
“Russland ist eine Pseudodemokratie“
“Putin kann sich wieder als Anführer eines wiedererstarkten Russland präsentieren“
“Putin sucht für sich und sein Russland den Platz in der Geschicht“
“Der russische Bürger, der einfach so von Tag zu Tag lebt, hat davon nichts, denn er braucht einen Job und Geld“
“Beobachter im Westen sagen, das System Putin ist ein Demokratieimitat“
“Putins System wird immer autoritärer“
“Putin wird sich mehr als Oberkommandierender eines militärisch starken Russlands präsentieren“
“Sorgen im Westen vor einem nuklearen Rüstungswettlauf“
“Der Westen fragt sich nach dem Giftmord, was von einer vierten Präsidentschaft W. Putin zu erwarten ist“
“Eine Frage hat Putin geklärt: Russland will kein Teil Europas sein“
“Putin hat ein Gegenmodell zu Europa entworfen mit traditionellen Werten, autoritärer Herrschaft und verdeckten Militäreinsätzen contra liberale Gesellschaft, Demokratie und Transparenz“
“Die EU muß mehr Konfrontation ertragen“
“Putin konzentriert sich auf Erhalt seines Regimes“
“Putin sieht im Westen einen Sündenbock“
“Putin fremdelt mit der EU und ihren Institutionen“
“Putin sieht sie als Verein politisch korrekter US-abhängiger Schwächlinge“
“Putin greift nach jeder Chance um die europäische Spaltung zu verstärken“
“Putin empfängt Rechtsradikale und Rechtspopulisten Le Pen und Wilders“
“AFD-Abgeordnete werden auf der Krim hofiert“
“Russlands Hacker greifen an“
“Russlands Staatsmedien greifen an“
“Sie manipulieren die Wahl in Frankreich, hacken den Bundestag, heizen den Brexit an“
“Russlands Politik – Spalten, Verwirren, Zersetzen, Kübel an Schmutz über den Westen ausschütten“
“Russlands Europapolitik ist erfolgreich destruktiv“
“Die Russland-Sanktionen waren ein starkes Zeichen“
“Russland hat eine Wirtschaftskraft vgl. den Benelux-Staaten“
“Annektion der Krim, Unterstützung des mörderischen Assad-Regimes, Anschläge auf russische Staatsbürger in Europa sind unentschuldbar“
“Diese Taten entsprangen dem Gefühl, es allen zeigen zu müssen“
“Provokationen Putins lassen eine von Merkel unterstützte Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok verrückt klingen“
“Höchste Zeit Gemeinsamkeiten mit Russland zu suchen, damit das russische Volk irgendwann eine bessere Wahl als Putin hat“

(zusammengestellt von „supersonic“ unter „Propagandashow“ – Kommentare vom 19.3.)

Das ist ganz schön heftig und nur von einem einzigen Tag, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. So lächerlich diese „Berichterstattung“ ist, lachen kann ich darüber nicht, denn so wird es weitergehen, Tag für Tag, egal wieviel Menschen sich von dieser Nachrichten-Farce abwenden. Zu welchem Zweck? Warum muß den Deutschen, die, wenn ich das von hier aus richtig sehe, mit weit überwiegender Mehrheit ein gutes Verhältnis zu Russland wünschen, unbedingt ein negatives Russlandbild eingehämmert werden?  Krieg wird’s ja wohl nicht sein…?

 

Ganz sicher nur reiner Zufall!

Um es gleich vorauszuschicken: Ich habe den ZDF-Montagskino-Film „Kind 44“ gestern Abend nicht angeschaut, einfach weil dieser US-Schmarrn aus dem Jahr 2015 in allen Kritiken als langweilig, unlogisch, kurz – als richtiger Scheißdreck und Kinokassen-Flop beurteilt wurde. Gut, das darf man von den meisten ZDF-Montagskino-Filmen erwarten, aber in diesem Fall wurde ich doch hellhörig. Ort der Handlung in „Kind 44“ ist nämlich Russland und die Ukraine als Teil der UDSSR in der Nachkriegs-Stalin-Ära. Es geht um Geheimdienst- Machenschaften, staatliche verordnete Wahrheitsunterdrückung und natürlich um Morde, deren Aufklärung der Staat verhindern möchte ( lt. Wikipedia!) Irgendwie ahnt man schon, dass bei einer US-Produktion, die in Russland spielt, Russland nicht besonders anziehend und eher als Reich des Bösen dargestellt wird. Davon darf man wohl ausgehen, ohne sich den Dreck angeschaut zu haben.

Dies vorausgeschickt und eingedenk der fortwährenden antirussische Hetze und Propaganda in den Informationssendungen der öffentlich-rechtlichen Medien und im sogenannten Mainstream, passt der Sendetermin dieses Machwerks geradezu wie die Faust auf’s Auge. Tags zuvor ist der bitterböse Putin ziemlich eindrucksvoll in seinem Präsdentenamt bestätigt worden und bis auf ein paar Vollpfosten glaubt doch kein Mensch an die überall im Mainstream hinausposaunten, unbewiesenen Behauptungen, Russland oder gar Putin persönlich hätte den Nervengas-Mordversuch in Salisbury verübt bzw.angeordnet.

Ich behaupte jetzt mal, ohne Beweis natürlich, dieser Sendetermin war kein Zufall, war zumindest auf den erwartbaren Putin-Triumpf abgestimmt und dient einzig dazu, die Assoziationskette UDSSR – Stalin – Russland – Putin –KGB = BÖSE in vielleicht zweifelnden Zuschauern festzuklopfen. Bin ich jetzt empört? Nee, dass die im Mainstream so agieren weiss man doch mittlerweile. Ich schau da einfach nicht mehr hin und da bin ich ja nicht allein. Und wer’s doch macht und diesen Hetzern noch irgendwas glaubt, hat… Nee, das sag ich jetzt nicht.

REFLEX – Live@Pistols (reloaded)

Wie bereits erwähnt, naht das Ende der Twoday-Blog Ära und damit verschwindet auch alles , was ich je dort zusammengestoppelt habe. Um das meiste ist’s auch wirklich nicht schade, aber den ein ader anderen Beitrag möchte ich doch bewahren und Nachstehender liegt mir deshalb besonders am Herzen, weil dem weltweiten (!!) Publikum der Musikgenuss der unvergleichlichen Pistols-Hausband REFLEX auch in Zukunft zugänglich sein sollte, nein, MUSS! Also, hier nochmal mein Posting vom 17.2.2014:

REFLEX – Live@Pistols

reflex-picture2

Freut euch, ihr 4-5 Leser dieses Blogs, das Warten hat ein Ende! Der technische Fortschritt hat nun auch unsere Southcoast erreicht. Mit diesem Posting ist es ab sofort auch dem entferntesten Winkel Deutschlands, ach was sag ich, der ganzen Welt, möglich, einem einzigartigen Musikgenuss teilhaftig zu werden. REFLEX, die Pistols-Hausband hat die innovative Brenntechnik entdeckt und mir eine CD mit ihren, mir ach so sattsam bekannten Tanz-Oldies zugesteckt. Der Sound ist gewöhnungsbedürftig, aber, das versichere ich an Eides Statt, absolut authentisch. Sicher, im nüchternen Zustand mag ein musikalisch geschultes Ohr sich gequält verschließen, aber nüchtern sind Pistols-Besucher sowieso nur kurzzeitig. Carling Black Label, Klippie and Coke und dann die diversen bunten Shooters lockern die Gehörmuscheln mehr und mehr. Immer virtuoser erscheint das Gitarrenspiel der Reflex-Protagonisten Dave und Jimmy und die, dank japanischer Hochtechnologie, im Laptop versteckten Drummer-Zwerge treiben mit ihrem Beat auch den letzten Tanzmuffel zu ekstatischen Verrenkungen. So, genug geschwafelt. Heute ist Gestern war wieder Freitag und ich muss jetzt an den bin wieder zurück vom Ort des Geschehens. Wer mag, darf sich einen direkten Eindruck verschaffen und eines oder auch mehrere Teile der auch heute gestern Abend wieder erwartbaren Darbietungen anhören. (Links kopieren und ins Browser-Adressfeld einfügen! Dann Download!)
Nein, einfach Titel anklicken, kurzer Download – und dann genießen – ääh, oder sich mit Grausen abwenden. Natürlich dankt mir wieder kein Schwein für das Gefummel 😉

Reflex-CD

Still got the blues
Alright now
Angels
Another brick in the wall
Apache
Beds are burning
Black magic woman
Cocain
Every breath you take
Green door
Have you ever seen the rain
Hurt so good
I want to hold your hand
Paranoid
Rock around the clock
Rocking all over the world
I saw her standing there
Tush
Twist and shout
Hotel California
Spirit in the sky

Selbstmord aus Angst vor dem Tode

Gab’s noch irgendeinen Zweifel über den Ausgang des SPD-Mitgliedervotums? Nee, selbstverständlich nicht, denn wer jetzt noch Mitglied der SPD ist, ist entweder 1. brunzdoof, 2. Abgeordneter oder 3. Parteifunktonär und Seeheimer, wobei Punkt1 mit ziemlicher Sicherheit auch für 2 und 3 zutrifft.

 

Ich wiederhole mich nicht gerne, aber wenn ich mir meinen Blogbeitrag vom 23.11.2013 auf dem demnächst schließenden Twoday-Blog anschaue, so brauche ich kein Wort zurückzunehmen – und dass ist erschreckend! Ich schrieb vor mehr als 4 Jahren:

 

Wie schön…

Nah-Dob
…dass sich hier zwei gefunden haben, die es im Leben sicher nicht leicht haben. Beide von wenig anziehendem Äußeren und nur mit beeindruckend mäßigem Verstand ausgestattet, bestätigen sie wieder einmal die alte Volksweisheit, dass jeder Topf seinen Deckel findet. Wir gönnen den beiden ihr privates Glück von ganzem Herzen, aber – die beiden als zukünftige Minister? Nein, diese Vorstellung ist dann doch zu bizarr.

mer-gab

Sicher, auch deren Vorgesetzte sind vom Schicksal vergleichbar geschlagen und so gesehen ist die Berufung von noch simpler gestrickten Figuren in hohe Staatsämter von gewisser Logik. Trübe Funzeln wirken halt im Dunkel geistigen Vakuums wie große Leuchten. Aber müssen wir uns aus lauter Mitgefühl für diese ziemlich trostlosen Existenzen mit deren Wunsch nach inniger Verbindung anfreunden, zumal zumindest der SPD-Parteibasis ein Vetorecht eingeräumt wurde?

Nein, auf keinen Fall, weil erkennbar faule Kompromisse selbst für eine zeitlich begrenzte Beziehung kein tragfähiges Fundament sind. Natürlich werden die SPD-Mitglieder in den nächsten Tagen von den Mainstream-Medien weichgeklopft. Es wird an übergeordnete staatspolitische Verantwortung appelliert werden, vor der parteipolitische Interessen zurückgestellt werden müssen. Selbst fundamentale Beschädigung demokratischer Spielregeln ist jetzt bedeutungslos. Wer, bitte, braucht schon eine richtige Opposition, wenn 85% der Volksvertreter einer Meinung sind?

Liebe SPD-Mitglieder, eure Partei ist seit Schröders Basta-Politk das Letzte. Wenn ihr jetzt für die GroKo stimmt, geht’s noch eine Stufe tiefer. Wenn ihr den Bankrott noch verhindern wollt, dann gibt’s nur eins: NEIN zur GroKo!

 

Jetzt haben die Mitglieder es wieder getan, jetzt, nachdem alles noch um ein vielfaches schlimmer geworden ist. Man fasst sich nur noch an den Kopf. Die o.a. Frau Nahles als Hoffnungsträger der Partei? War der Schulz schon ein vorausehbarer Schuß ins Knie, so wird die erkennbar strohdoofe Nahles als endgültiger Sargnagel der SPD-Parteigeschichte in die Historie eingehen. Na und? Die SPD schafft sich selbst ab – who cares?

 

Während ich über die SPD so vor mich hin lamentiere, frage ich mich gleichzeitig, ob’s bei den anderen Parteien besser aussieht. Nee, nicht wirklich. Zwar wird durch die Medien fortwährend ein zweckoptimistisches Bild der deutschen Wirklichkeit verbreitet, aber die Probleme sind ja für den einigermassen Interessierten an allen Ecken und Enden zu erkennen. Die Sozialsysteme knirschen, der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt, ähnlich wie die Infrastruktur. Lüge und Hetze in den Medien zum Feindbildaufbau und zur Rechtfertigung von Kriegseinsätzen – ja, muss man sich da noch wundern, dass es nun doch wieder eine eine wachsende Opposition gibt, unappettitlich zwar, aber stetig wachsend. Ich seh’s von aussen, tief aus dem warmen Süden., aber mich fröstelt.